Fingerzeig von Enduro-Spezialist Maximilian Wills beim Finale der DM

Beim letzten Rennen der Deutschen Enduro-Meisterschaft präsentierte sich der Bischhäuser Maximilian Wills noch einmal in guter Verfassung. Wir haben fünf Auffälligkeiten.

Maxi beim letzten DEM Lauf 2026 Saisonfinale Streitberg
Foto: Fullactionmedia

Eschwege – Mit dem Rennen im bayerischen Streitberg (Landkreis Forchheim) endete am Wochenende die Saison der Deutschen Enduro-Meisterschaft 2026. Für den Bischhäuser Maximilian Wills, der für den MSC Waldkappel-Breitau startet, war es ein noch einmal äußerst erfolgreicher Jahresabschluss. Wir haben anlässlich des Finales fünf Auffälligkeiten zusammengetragen:

1. Das Lieblingsrennen

Das Endurorennen in der Fränkischen Schweiz zählt Maximilian Wills laut eigenem Bekunden zu seinen Jahreshöhepunkten. „Vergleichbar ist die Veranstaltung mit der in Waldkappel. Sie haben dort ein Supergelände und einfach eine schöne Strecke mit schönen Prüfungen“, sagt Wills. Druck verspürte er vor dem Wochenende im Übrigen keinen, denn in seiner Klasse E3 hatte er den dritten Meisterschaftsplatz bereits in der Tasche, wollte den Zweitplatzierten Toni Hoffmann (Wismar) mit einer guten Leistung aber noch einmal unter Druck setzen.

2. Alles reibungslos

Zwei Enduroprüfungen über schräge Wiesen, durch steinige Wälder und Bachbetten und einen Maisacker sowie einen schnellen Crosstest galt es auf der 68 Kilometer langen Etappe in Streitberg für die Fahrer zu bewältigen. Der starke Regen des Vortages machte es vor allem für die, die früh am Tag starteten, anspruchsvoll – und zu denen gehörte Wills.„Für mich verlief das Rennen dann allerdings wirklich unspektakulär und ohne Sturz“, schmunzelt der Bischhäuser, der konstante Zeiten fahren konnte. Das reichte im Championat, also in der Wertung aller Fahrer, zu einem starken achten Platz. In seiner Klasse E3 wies er den Zweiten Toni Hoffmann sogar in die Schranken und landete auf dem zweiten Platz. „Mein Ziel, ihn damit noch einmal unter Druck zu setzen und zu schlagen, habe ich erreicht. Das war alles, was ich an diesem Tag machen konnte“, meint Wills.

3. Kein großes Hadern

Am Ende fehlten Wills (144 Punkte) in der E3-Meisterschaftsgesamtwertung nur mickrige zwei Pünktchen, um den Wismarer Toni Hoffmann (146 Punkte) noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.Erster wurde Luca Fischeder aus Geringswalde mit 175 Punkten. „In Dahlen zum Saisonstart hat er mich nach einem Sturz dann im letzten Test noch überholt, sonst hätte es anders ausgesehen“, meint Wills, der aber auch nicht groß hadert und nachschiebt: „Aber das gehört zum Sport einfach dazu. Ich weiß, ich habe alles gegeben. Ich trauere nichts nach und bin mit dem Podiumsplatz zufrieden.“

4. Die Topplatzierung

Mit dem zehnten Platz im Championat der DM fuhr der Bischhäuser seine dort bis dato beste Leistung ein, die auch Zeugnis seiner Konstanz ist. „Nach dem Wechsel in die E3 brauchte ich, um mich an die 300er-Maschine zu gewöhnen. Da hatte ich etwas zu kämpfen“, sagt Wills, dessen Leistungen und Punkteausbeute sich übers Jahr gesehen sukzessive steigerten.Dementsprechend zufrieden ist er mit der zweiten Jahreshälfte und spricht ein Danke aus: „Das geht an meine Sponsoren, an mein Team Willsracing für die tolle Betreuung vor Ort sowie an meine Familie und meine Freundin, die immer hinter mir stehen. Ein besonderer Dank gilt meinem Papa, der mich am meisten unterstützt und sich um unzählige Dinge kümmert.“

5. Alles ist offen

Für Wills, der immer auch gerne wieder im Motocross hereinschnuppert und internationale Wettbewerbe liebt, war es ein vergleichsweise ruhiges Jahr.Leider fanden die „Six Days“ (Team-WM, Anm. d. Red.) in diesem Jahr parallel zum letzten DM-Rennen statt. „Das war verdammt schade, denn deswegen war auch kein deutscher Fahrer dabei.“ Eine Teilnahme für 2027 hat er aber, wie er verrät, wieder fest im Blick. Offen ist noch, in welcher Klasse er im nächsten Jahr bei der DM startet. „Da habe ich keinen Plan gemacht und das wird sich ergeben. Ich fühle mich wohl mit der 300er, aber alles ist möglich.“ Jetzt ist aber erst einmal eine kurze Ruhephase vorgesehen, bis dann natürlich schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

Ein Bericht der Werra-Rundschau von Maurice Morth 21.10.2026
Foto: Full Action Media 
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