MSR Motocross Rennen auf dem Husarenring

Ein Bericht der Werra-Rundschau vom 18.8.26

Foto: Sebastian Küch
Foto: Sebastian Küch

„Organisation verdient Sonderlob“

MSC Waldkappel-Breitau richtet 6. Lauf vom Motor-Sport-Ring aus

 
Sontra – „Vier Runden bleiben dem Führenden in der Gesamtwertung der Masterklasse beim 6. Lauf vom Motor-Sport-Ring, um den ersten von zwei Durchgängen noch zu gewinnen. Kevin Müller, der einen schlechten Start erwischte, holt Runde für Runde ein paar Sekunden auf und pirscht sich an Nico Müller heran.“ Allein die fesselnde Moderation von Christoph Lieberum, der als lautstarker Sprecher vom Turm des Zielbereichs der 1850 Meter langen Motocrossstrecke am Husarenring in Sontra die Rennen haarklein seziert, gehört in den Bereich Extraklasse.
 
Vom Turm aus hat er natürlich einen perfekten Blick auf weite Teile der Strecke und kann über Veränderungen bei den Platzierungskämpfen berichten. „Jetzt kommt Kevin Winkle nach einem starken Sprung über den Sternengucker noch näher an Nico Müller heran, es bleiben ihm noch zwei Runden, um doch noch den ersten Lauf zu seinen Gunsten zu entscheiden. Aber nein, aus und vorbei, beim Überholen eines überrundeten Fahrers stellt sich sein Vorderrad quer, die Korrektur kostet ihm Zeit, er wird den neuerlichen Rückstand zu Nico Müller kaum noch korrigieren können.“ Ja, Christoph Lieberum lag mit seiner vorzeitigen Prognose genau richtig, der erste Lauf der MSR-Masterserie war damit entschieden. Und da Nico Müller auch den zweiten Lauf siegreich abgeschlossen hat, konnte er aus Sontra 50 Punkte entführen. Damit hat der für den MSR startende Müller zum Gesamtführenden, dem 25-jährigen Kevin Winkle vom MSC Murrhardt, der nach beiden Läufen (2. und 4.) auf Platz drei die Tageswertung beendete, zehn Punkte gutgemacht.
 
Zwei Tage lang dröhnten auf dem Husarenring die Motoren von rund 350 Fahrern, der MSC Waldkappel-Breitau hat einmal mehr bewiesen, dass er den Teilnehmern und Zuschauern ein perfektes Feld für sportliches Spektakel zu bescheren vermag. Entsprechend das Lob vom MSR-Präsidenten Mario Eckhardt aus Rüsselsheim: „Eine Toporganisation, trotz hochsommerlicher Temperaturen bot der Rundkurs perfekte Rennbedingungen, der Lohn dafür waren ausgewogene Starterfelder in allen Klassen.“ Er bedankte sich beim Helferteam, hob die Kooperation von MSC und MSR hervor und adressierte dankbare Worte an MSC-Vorsitzenden Peter Überschär und sportlichen Leiter Gerd Neusüß.
 
Die beiden Cheforganisatoren konnten am Sonntagabend ebenfalls ein mehr als zufriedenes Fazit ziehen, zumal am Samstag trotz der enormen Hitze mehr Zuschauer als erwartet den Weg zum Husarenring fanden: „Wir haben einmal mehr alles getan, um den Fahrern die besten Voraussetzungen für schnelle Läufe zu bieten, auch die Zuschauer wurden gut versorgt und wir freuen uns schon jetzt, wenn wir hier an gleicher Stelle im nächsten Jahr wieder einen Enduro-Lauf um die deutsche Meisterschaft veranstalten“, sagten Peter Überschär und Gerd Neusüß im Gleichklang.
 
Auch der Moderator Christoph Lieberum holte zur positiven Rückmeldung aus: „Ich muss die erstklassige Arbeit der Streckenverantwortlichen hervorheben, freue mich, dass die vielen absolvierten Runden ohne große Blessuren verlaufen sind und für einen Moderator ist es prima, wenn er vom permanent spannenden Renngeschehen berichten kann“, macht Christoph Lieberum deutlich, dass er vom Turm aus Einsicht auf die Sprunghügel „Sternengucker“, „Milchkanne“, „Arschkneifer“ und „Mausefalle“ hat und somit bestens die Abläufe schildern kann. „Ich lebe bei der Moderation bereits von einem schlechten Start eines favorisierten Rennfahrers“, schmunzelt der wortgewandte Ansager.
 
Die Zahl der heimischen Fahrer hat sich in einem überschaubaren Rahmen gehalten, auch, weil beim MSC Waldkappel-Breitau der Endurosport gegenüber dem Motocross überwiegt. Die Ergebnisse lieferten in gewohnter Form Helga und Tochter Anke Sigmund aus Seeheim-Jugendheim und der Büdinger Jochen Bücking. Das Trio hat bereits am Mittwoch mit den ersten Vorbereitungen begonnen und am Sonntagabend summierten sich die Arbeitsabläufe auf rund 40 Stunden Einsatz für den MSR.
 

Sieg für Maxi Wills

 
Der MSC-Topfahrer Maximilian Wills hat die Klasse Mx1 National klar bestimmt und beide Läufe siegreich beendet. Auf Platz drei passierte Ben Zeyen den Zielsprung und Dennis Riemann wurde als guter Fünfter unter den insgesamt 27 Konkurrenten abgewunken. Schade, dass gesundheitliche Probleme „Maxi“ Wills stoppten, denn der wollte eigentlich am Sonntag noch beim MSR-Masters starten. Er hätte den beiden Läufen sicherlich seine persönliche Note aufgedrückt.
 
Ebenfalls beide Läufe hat Laszlo Schwanitz in der Klasse Mx Light gewonnen. Vincent Bender kam als Viertplatzierter ins Ziel und auf Rang 23 reihte sich Sascha Reuter im Feld der immerhin 38 Starter ein.
 
Luca Frank durfte Rang 8 in der Klasse Mx2 bejubeln, für die Damen Mia Fernau und Jasmin Zeugner reichte es leider nur für die Plätze 17 und 20. Ein hervorragender zweiter Platz steht noch einmal für Jörg Schwanitz zu Buche, der auch in der Klasse Mx55 in beiden Läufen jeweils Rang zwei belegte. Hintereinander platzierten sich in der Kategorie Mx40 Marc Fernau (15.) und Sebastian Stunz (16.).
 
Wegen Kopfschmerzen konnte Louis Rohmund in der Klasse 50-65 ccm nur einen Lauf absolvieren, der ihm aber immerhin Platz 15 einbrachte. Felix Kulla startete bei beiden Läufen, kam aber nur auf Rang 17. Und am zweiten Renntag, am Sonntag, durfte Luca Frank ein zweites Mal an den Start gehen, nun in der Klasse Mx2 Jugend. Dabei präsentierte er sich in Topform und gewann beide Läufe und durfte den Siegerpokal vom obersten Treppchen in Empfang nehmen. Henri Saakel (17.) und Arjen Gisselbach-Lehmann (20.) blieben leider chancenlos.
 
Das Schlusswort gehört dem MSC-Vorsitzenden Peter Überschär: „Schon am Sonntag nach der Siegerehrung haben wir mit den Aufräumungsarbeiten begonnen, am Montag war zu 90 Prozent der ursprüngliche Zustand der Anlage und Strecke am Husarenring wiederhergestellt. Und am heutigen Dienstag sieht es aus, als wäre hier nichts gewesen.“ von Harald Triller

Weiter Bilder von unserem Rennen findet Ihr unter dem Link: https://my.hidrive.com/share/9v2nsfrf0b Vielen Dank an Jörg und Sven – Bitte Fotocredits angeben, solltet Ihr die Bilder verwenden. 

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